ÜBER UNS • UNSERE ZIELE • UNSER ANGEBOT
Hier stellen sich die Kandidatinnen der Frauenliste zur Gemeinderatswahl am 8. März 2026 in Marklkofen einzeln vor.
Die Frauenliste macht keine Politik "nur für Frauen", wir setzen uns für die gesamte Gesellschaft, für alle Generationen ein. Das fällt uns leicht dank unserer vielfältigen Perspektiven auf diese Gesellschaft.
Warum braucht es in einer Zeit, in der Männer und Frauen rechtlich gleich gestellt sind, noch eine Frauenliste?
Wir haben seit 1918 ein Frauenwahlrecht, die Gleichberechtigung steht seit 1949 im Grundgesetz.
Das ist natürlich richtig. Aber: Der Frauenanteil in den Gremien ist weiterhin gering. Im Kreistag von Dingolfing-Landau sitzen nur etwas mehr als 1/5 Frauen. In den Gemeinderatsgremien sind es meist weniger, in Marklkofen sind 12,5 Prozent der Gemeinderäte Frauen (1/8).
Darum:
- Mit einer Frauenliste wollen wir die Teilhabe aller Menschen an Politik ermöglichen und den Frauen eine deutlichere Stimme in der Politik geben, sie zu politischem Engagement ermutigen.
- Die Perspektive aller zu beteiligen stärkt die Politik, macht Entscheidungen vielfältiger.
- Wir setzen uns mit unserer Liste dafür ein, dass alle Bevölkerungsgruppen im Gemeinderat eine Stimme erhalten.
- In allen anderen Bereichen der Gesellschaft, ob in Familie, Beruf oder Ehrenamt, übernehmen Frauen Verantwortung. Es gibt keinen Grund, warum sie nicht auch in der Politik stärker vertreten sein sollten.
- Mittels der Frauenliste Marklkofen gelang es, in den letzten beiden Wahlperioden jeweils zwei Frauen in den Gemeinderat zu entsenden. Ansporn für uns, diesen Anteil noch zu erhöhen und unser Engagement aufrecht zu erhalten!
Programm und Ziele der Frauenliste Marklkofen für die Kommunalwahl 2026:
Wir setzen uns ein für eine zukunftsfähige Gemeinde, die sich kommenden Herausforderungen als echte Gemeinschaft stellt.
Im Austausch darüber zählt jede Stimme. Jede Perspektive stärkt unser Miteinander.
Unsere Kandidatinnen leisten schon jetzt ihren Beitrag zur Gemeinschaft, gestärkt durch ihre Kompetenzen in den Bereichen
- Bildung, Erziehung und Soziales,
- Finanzbuchhaltung und Verwaltung,
- Gesundheit, Pflege und Notfallhilfe,
- Ehrenamt und Umweltschutz,
- industrielle Produktion und Landwirtschaft,
- Senioren und Familie.
Wichtiges Ziel der Frauenliste ist es, dass alle Generationen hier in Marklkofen ihren Platz haben. Durch passende Betreuungsangebote für Kinder stärkt die Gemeinde Familien. Qualifizierte Kinderbetreuung ermöglicht Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Davon profitiert auch die regionale Wirtschaft. Schulen und Kindergärten sind Pflichtaufgaben der Gemeinde, die Betreuung sollte stets vorausschauend und bedarfsgerecht gestaltet werden.
Der demografische Wandel (in Zukunft nimmt der Anteil alter Menschen an der Bevölkerung zu) verlangt nach neuen Wegen und professioneller Unterstützung in der Seniorenarbeit. Nur so kann es geschafft werden, dass man die Ehrenamtlichen in ihrem wertvollen Tun auch künftig nicht überlastet. Ziel muss es sein, älteren Menschen gestützt von der Gemeinschaft ein gutes Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lang zu erhalten. Wir unterstützen das Einrichten eines staatlich geförderten Quartiersmanagements, das Alt und Jung noch besser unterstützt und zusammenbringt.
Den verlässlichen Dialog mit Handwerk, Industrie und Gewerbe wollen wir pflegen. Dadurch können regionale Arbeitsplätze geschaffen und bestmöglich erhalten werden. Dies schließt die kompetente Unterstützung für Existenzgründerinnen und -gründer mit ein.
Anwohnern sollte im Bezug auf Lärmschutz und Verkehrsberuhigung Gehör verschafft, hier sollten gemeinsam bessere Lösungen gefunden werden. Besonders setzen wir uns ein für die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer, der Fußgänger und Radfahrer. Die vermehrte Lenkung des Schwerlastverkehrs auf die Umgehungsstraße im Süden muss durch die Gemeinde weiter gefördert werden. Wir setzen uns dafür ein, eine Entwidmung der Bahnlinie von Marklkofen nach Neumarkt-Sankt Veit zu verhindern, um langfristig die Tür offen zu halten für das Verlagern von Gütern auf die Schiene. Radwege sind sinnvoll und wichtig. Um diese Radwege zu errichten, dürfen nicht die Verkehrswege geopfert, die gerade auf lange Sicht wertvoll für unseren Wirtschaftsstandort sein können.
Die Kandidatinnen der Frauenliste sind Profis in Sachen Ehrenamt. Freiwilliges Engagement ist das Herz unserer Gemeinschaft. Hierfür braucht es echte Anerkennung und verlässliche Ansprechpartner in der Gemeinde. Schon jetzt wirbt die Gemeinde vorbildlich für die Veranstaltungen der Vereine. Wir schlagen vor, für den Veranstaltungskalender (zusätzlich oder alternativ) bekannte digitale Plattformen (z.B. Angebote einer Stiftung aus Arnstorf, in Nachbargemeinden bereits verwirklicht) einzusetzen. Dadurch könnte die Verwaltung entlastet werden. Ein weiterer Vorteil: die Vereine und Veranstalter könnten sich einfacher vernetzen und einen kostenlosen Webauftritt ohne Umwege über E-Mail-Korrespondenz mitgestalten. Auch die Vernetzung mit den Nachbargemeinden würde dadurch gestärkt.
Zusätzlich zum Verleihen der Ehrenbürgerwürde schlagen wir vor, eine Bürgermedaille einzuführen, mit der jedes Jahr mehrere ehrenamtlich Tätige aus den Verbänden und Vereinen geehrt werden könnten, um deren fortlaufendes, unermüdliches Engagement stärker zu betonen.
Gemeinschaft braucht auch gute Orte für Begegnung. Diese Orte der Begegnung und des Austauschs wollen wir erhalten und schaffen. Marklkofen hat mehrere Dorf-Gemeinschaftshäuser, den Alten Bahnhof als Begegnungsort für bestimmte Vereine sowie die öffentlichen Plätze in den Ortskernen. Mit großem Weitblick wurden diese Orte von den Vorgängerinnen und Vorgängern im Gemeinderat ermöglicht. Ein "blinder Fleck" ist das ehemalige Gasthaus zum Alten Wirt, seit 2016 im Besitz der Gemeinde. Wir setzen uns dafür ein, dieses denkmalgeschützte Gebäude auch mit Hilfe angebotener Fördermittel in einen Treffpunkt für alle Generationen umzugestalten.
Gute Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern, gerade auch bei umstrittenen Projekten, ist besonders wichtig. Das gute Miteinander kann gefördert werden, wenn frühzeitig und verbindlich der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht wird. Egal, ob es um einen neuen Kinderspielplatz geht, oder ob ein großes Bau- oder Energieversorgungs-Projekt ansteht.
Die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde liegt uns am Herzen. Das beinhaltet u.a. einen Beitrag der Gemeinde zum Erhalt der Biodiversität auf öffentlichen Flächen. Ein Rathaus inmitten blühender Wiesen, das gibt es in den Sommermonaten in Marklkofen schon jetzt. Auch anderswo kann die Gemeinde Vorbild sein was die naturnahe Gestaltung des Lebensumfelds angeht. Wenn wir Schatten ermöglichen und Flächen begrünen, offen und versickerungsfähig machen und erhalten, so beugt dies auch einer Überhitzung der Umgebung im Sommer vor.
Sichere Wegverbindungen zwischen allen Ortsteilen, die auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad bei jedem Wetter benutzbar sein sollten, sind ein weiteres Ziel. Hier gibt es besonders in Richtung Ulrichschwimmbach, aber auch in Richtung Poxau und Steinberg noch Nachholbedarf, auch wenn die Gemeinde hier in den letzten Jahren bereits viele Wege neu geschaffen bzw. sehr gut unterhalten hat. Gute Orte, die bei lang anhaltender großer Hitze im Sommer Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger sein können, müssen gefunden und aufgewertet werden.
In Marklkofen werden große Mengen an regenerativer Energie aus Solar-Anlagen erzeugt. In Zukunft wollen wir uns einem weiteren Zuwachs auf diesem Gebiet nicht verschließen. In der letzten Wahlperiode wurde der Weg für eine Windkraftanlage auf Gemeindegebiet frei gemacht. Wir setzen uns ein, dass die Bürgerinnen und Bürger bei zukünftigen Projekten zur Erzeugung regenerativer Energien vermehrt Anteils-Scheine zeichnen können ("Bürgerenergie-Projekte").
In der letzten Wahlperiode setzten wir uns erfolgreich gemeinsam mit anderen Gemeinderäten für das Etablieren der Kriterien für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen ein. Diese Kriterien haben das Ziel, den Flächenverbrauch zu begrenzen und das Landschaftsbild zu schützen, immer in Abwägung mit den Notwendigkeiten der Energiewende. Sie ermöglichen es dem Gemeinderatsgremium, Entscheidungen anhand festgelegter Rahmenbedingungen zu treffen. Diese Kriterien sind nicht "für immer", sie können und sollen laufend an die im Moment gültigen Voraussetzungen angepasst werden - auch hierfür werden wir uns weiter einsetzen.
Darüber hinaus nötig sind nach Ansicht der Mitglieder der Frauenliste jene Maßnahmen, die zu mehr Wertschätzung für die regionale Landwirtschaft und die Direktvermarktung sorgen. Bei der kommunalen Wärmeplanung sollte die Gemeinde noch aktiver auf die Landwirte als mögliche Lieferanten von regenerativ erzeugter Nahwärme zugehen.
Nur im kompetenten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern können wir diese Ziele erreichen.
Frauenliste Marklkofen. Für eine lebendige, solidarische und starke Gemeinschaft.
Unsere Bürgermeisterkandidatin ist Dr. Claudia Karl, diese können Sie hier kennenlernen.